Die Sonne scheint warm, und Firlefanz möchte schwimmen! Am funkelnden Glitzersee trifft er seine Freunde Quabbel und Schildi — zum Planschen und Sandburgenbauen.
Firlefanz wachte auf und streckte sich. Durch das Fenster kitzelte ihn ein warmer Sonnenstrahl an der Nase. Draußen war alles hell und golden. "Was für ein schöner, warmer Tag", gähnte Firlefanz. Ein Tag genau richtig zum Schwimmen. Er dachte an den Glitzersee, wo das Wasser kühl funkelte und der Sand weich und golden war. Dort warteten bestimmt schon seine Freunde.
Zum Frühstück aß Firlefanz eine reife Erdbeere und ein kleines Stück Brot mit Honig. Dazu trank er kühles Wasser mit einer Scheibe Gurke. Während er kaute, träumte er vor sich hin. Würde das Wasser heute schön kühl sein? Wie hoch würden sie wohl eine Sandburg bauen können? Vor Vorfreude kribbelte es ihm in den Pfoten.
Firlefanz lief hinüber zu Papalapapp. Der saß gemütlich vor seinem Haus und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp, weißt du noch den Weg zum Glitzersee? Ich möchte heute schwimmen gehen." Papalapapp lächelte. "Aber natürlich. Der See liegt weit weg — hinter sieben Meeren." Er stellte die Tasse beiseite. "Komm, ich begleite dich."
Firlefanz machte sich bereit für die Reise. Er setzte seinen breiten Sonnenhut auf und nahm den Wanderstock. In seine Tasche packte er ein weiches Handtuch, einen kleinen Eimer und eine Schaufel zum Sandburgenbauen. Um den Bauch zog er seinen gelben Schwimmreifen. "Jetzt kann es losgehen!", rief er fröhlich.
Gemeinsam machten sie sich auf den langen Weg. Sie wanderten über sieben blaue Meere und über sieben warme Wüsten, in denen der Sand wie Gold glänzte. Sie kletterten über sieben Berge, wateten durch sieben Flüsse und gingen durch sieben kühle Wälder. Je weiter sie kamen, desto mehr roch die Luft nach Wasser und Sommer.
Und dann lag er vor ihnen: der Glitzersee. Das Wasser funkelte in der Sonne wie tausend kleine Sterne. Rundherum lag weicher, goldener Sand, so fein wie Zucker. Libellen tanzten über den Wellen. Firlefanz blieb stehen und staunte. "Da ist er!", flüsterte er glücklich.
"Firlefanz! Da bist du ja!", rief eine fröhliche Stimme. Es war Quabbel, ein runder, gut gelaunter Wasserfreund, der schon im flachen Wasser planschte. Daneben winkte Schildi, die freundliche Schildkröte, mit ihrer Schaufel. "Wir haben schon auf dich gewartet!" Firlefanz strahlte. Seine Freunde waren da!
Schnell legte Firlefanz seinen Hut in den Sand und watete ins kühle Wasser. Wie herrlich erfrischend es war! Quabbel machte einen großen Platscher, und alle lachten. Sie schwammen um die Wette, tauchten nach glitzernden Kieselsteinen und ließen sich auf dem Rücken treiben. Das Wasser glitzerte, und über ihnen lachte die Sonne.
Danach krabbelten sie an den warmen Strand. "Jetzt bauen wir eine Sandburg!", rief Schildi. Firlefanz füllte seinen Eimer mit feuchtem Sand und stürzte ihn um — schon stand der erste Turm. Quabbel grub einen tiefen Burggraben, und Schildi formte mit ihren geschickten Pfoten zarte Zinnen. Gemeinsam wuchs die Burg immer höher.
Bald stand die schönste Sandburg, die der Glitzersee je gesehen hatte. Sie hatte hohe Türme, kleine Fenster und sogar eine Brücke über den Burggraben. Mit einer Muschel und ein paar bunten Steinchen schmückten sie das Tor. Dann legten sie sich satt und zufrieden in den warmen Sand und schauten den Wolken zu. Es war ein wunderschöner Tag.
Langsam wurde die Sonne golden und sank tiefer. Der See leuchtete jetzt rosa und orange. "Es war so schön mit euch", sagte Firlefanz und umarmte seine Freunde. "Kommst du bald wieder?", fragte Quabbel. "Ganz bestimmt", versprach Firlefanz. Schildi winkte, bis Firlefanz und Papalapapp hinter dem Hügel verschwanden.
Der Heimweg fühlte sich kurz und leicht an, denn Firlefanz war glücklich und müde. Zu Hause kuschelte er sich in sein weiches Bett. Auf dem Fensterbrett lag die kleine Muschel vom Glitzersee. Firlefanz lächelte. Er träumte von kühlem Wasser, weichem Sand und seinen Freunden. Gute Nacht, Firlefanz.