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Firlefanz und der Meisterkoch

Firlefanz und der Meisterkoch

Firlefanz möchte kochen lernen und reist zum berühmtesten Koch der Welt — gemeinsam zaubern sie ein köstliches Drei-Gänge-Menü!

Firlefanz wachte auf und schnupperte. In seinem Bauch grummelte es leise und fröhlich. "Heute", sagte er, "möchte ich kochen lernen — ein richtig köstliches Mittagessen!" Er hatte von einem berühmten Koch geträumt: Meisterkoch Gustav Goldlöffel, dem besten Koch der ganzen Welt. Er wohnte weit weg auf der Insel der hundert Düfte und zauberte die allerleckersten Gerichte.

In der Küche aß Firlefanz nur eine kleine Scheibe Brot mit Honig und einen knackigen Apfel. "Heute esse ich wenig", überlegte er, "denn mittags gibt es ein großes Festmahl!" Dabei träumte er von dampfenden Töpfen, von goldener Suppe und süßem Nachtisch. Was man wohl alles kochen konnte? Firlefanz wollte es unbedingt herausfinden.

Firlefanz lief zu Papalapapp. Der saß gemütlich vor seinem Häuschen und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp! Ich möchte Meisterkoch Goldlöffel besuchen und ein köstliches Mittagessen kochen!" Papalapapp lächelte. "Er wohnt auf der Insel der hundert Düfte, weit übers Meer. Soll ich mitkommen?" "Oh ja, bitte!", rief Firlefanz.

Firlefanz zog sich für die große Reise an: den grünen Hut, die festen Wanderstiefel, die warme Jacke und den Wanderstock. Und weil er ja kochen wollte, band er sich auch eine saubere Kochschürze um und steckte einen hölzernen Kochlöffel ein. "Bereit?", fragte Papalapapp. "Bereit!", lachte Firlefanz.

Und so wanderten sie los. Über sieben Meere, auf denen die Wellen nach Salz und Wind rochen. Über sieben Wüsten, wo der Sand golden glänzte. Über sieben hohe Berge, sieben Flüsse und durch sieben duftende Wälder. Manchmal trug sie eine weiche Wolke ein Stück, manchmal sangen Vögel leise Lieder, damit der Weg nicht so lang schien.

Endlich erreichten sie die Insel der hundert Düfte. Schon von Weitem roch es herrlich nach frischem Brot, nach Beeren, nach Kräutern und nach warmer Schokolade. Mitten auf der Insel stand ein gemütliches Küchenschloss, aus dessen Schornstein zarter Dampf kräuselte. "Wie das duftet!", staunte Firlefanz und schnupperte selig.

In der großen, warmen Küche stand ein runder, fröhlicher Koch mit einer hohen weißen Mütze und einem riesigen Lächeln. "Willkommen, Firlefanz! Willkommen, Papalapapp!" "Ich bin Gustav Goldlöffel. Heute kochen wir zusammen ein Mittagessen mit drei Gängen — eine Vorspeise, ein Hauptgericht und einen Nachtisch!" Firlefanz hüpfte vor Freude.

Zuerst die Vorspeise. Gemeinsam schnitten sie einen großen, leuchtend orangen Kürbis und ließen ihn im Topf sanft köcheln. Firlefanz rührte mit seinem Löffel, bis eine goldene, cremige Kürbissuppe entstand. Goldlöffel tröpfelte einen Klecks Sahne hinein. "Hmmm", probierte Firlefanz, "die schmeckt nach Sonne!"

Dann das Hauptgericht. Sie kochten bunte Regenbogennudeln und dazu eine sanfte Tomatensoße, die fröhlich im Topf blubberte. Obendrauf legte Firlefanz kleine goldene Kartoffelsterne und ein paar grüne Erbsen. "Das sieht aus wie ein Festmahl für einen König!", lachte Papalapapp und deckte schon den Tisch.

Zum Schluss der Nachtisch. Goldlöffel zeigte Firlefanz, wie man einen weichen, fluffigen Erdbeerwolken-Kuchen zaubert. Sie häuften zarte Sahne auf wie weiße Wölkchen und legten süße rote Erdbeeren obendrauf. "Vorsichtig", kicherte Goldlöffel, "sonst nascht man schon vor dem Essen!"

Dann setzten sich alle drei an den großen Tisch und aßen ihr köstliches Drei-Gänge-Menü. Es schmeckte so gut, dass alle dreimal nachnahmen. Zum Abschied schenkte Goldlöffel Firlefanz einen glänzenden goldenen Kochlöffel. "Damit gelingt dir zu Hause jedes Gericht." Firlefanz umarmte ihn fest. "Danke, Meister!"

Den Heimweg gingen Firlefanz und Papalapapp satt und glücklich, über sieben Wälder, sieben Flüsse, sieben Berge, sieben Wüsten und sieben Meere. Als Firlefanz in seinem warmen Bett lag, hielt er den goldenen Kochlöffel sanft in den Händen. Er schloss die Augen und träumte von goldener Suppe, bunten Nudeln und süßen Erdbeerwolken.