Heute möchte Firlefanz zum ersten Mal reiten! Auf dem schönsten Ponyhof der Welt trifft er den gutmütigen Hüter Haferl und sein eigenes kleines Pony Wölkchen.
Firlefanz wachte auf und blinzelte in den Morgen. Draußen zwitscherten die Vögel, und ein sanfter Wind strich durch die Wiese vor seinem Fenster. "Heute möchte ich etwas ganz Besonderes erleben", dachte Firlefanz und gähnte. Etwas, das er noch nie zuvor getan hatte. Da fiel es ihm ein: Er wollte zum ersten Mal auf einem Pony reiten! Auf dem schönsten Ponyhof der ganzen Welt.
Zum Frühstück knabberte Firlefanz an einem Stück Apfel und einem warmen Brötchen. Dazu trank er einen Schluck frische Milch. Während er kaute, träumte er vor sich hin. Wie würde sich ein Pony wohl anfühlen? Weich und warm? Und würde es ihn auch mögen? Vor lauter Vorfreude kribbelte es ihm im Bauch.
Firlefanz lief hinüber zu Papalapapp. Der saß gemütlich vor seinem Haus und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp, weißt du, wo der schönste Ponyhof der Welt liegt? Heute möchte ich reiten lernen." Papalapapp lächelte. "Den kenne ich gut. Er liegt weit weg — hinter sieben grünen Hügeln." Er stellte die Tasse beiseite. "Komm, ich begleite dich."
Firlefanz machte sich bereit für die große Reise. Er setzte seinen Reithut auf und schlüpfte in feste, kleine Stiefel. Er zog seine warme Jacke an und nahm den Wanderstock. In die Tasche steckte er einen knackigen Apfel — als Geschenk für das Pony. "Jetzt kann es losgehen!", rief er fröhlich.
Gemeinsam machten sie sich auf den langen Weg. Sie wanderten über sieben blaue Meere und durch sieben weite Wüsten. Sie kletterten über sieben hohe Berge, wateten durch sieben Flüsse und liefen durch sieben raschelnde Wälder. Je weiter sie kamen, desto mehr roch die Luft nach frischem Gras und warmem Heu.
Und dann lag er vor ihnen: der schönste Ponyhof der Welt. Auf grünen Wiesen grasten viele Ponys, ihre Mähnen wehten im Wind. Ein roter Stall stand in der warmen Sonne, und überall blühten bunte Blumen. Firlefanz blieb stehen und staunte. "Wie schön!", flüsterte er glücklich.
"Willkommen auf dem Ponyhof!", rief eine freundliche Stimme. Es war Haferl, der gutmütige Hüter der Ponys, mit einer Schürze voller Äpfel. "Komm, ich zeige dir dein Pony." Er führte Firlefanz zu Wölkchen, einem kleinen weißen Pony mit einer weichen, flauschigen Mähne und sanften Augen. Wölkchen schnaubte leise und stupste Firlefanz freundlich an die Nase. Die beiden mochten sich sofort.
Vorsichtig gab Firlefanz dem Pony den knackigen Apfel. Wölkchen mampfte ihn zufrieden und wedelte mit dem Schweif. Haferl half Firlefanz behutsam auf den weichen Sattel. "Halt dich gut an der Mähne fest", sagte er sanft. "Wölkchen passt schon auf dich auf." Langsam, ganz langsam, setzte sich das Pony in Bewegung. Firlefanz hielt den Atem an — und dann strahlte er über das ganze Gesicht.
Schritt für Schritt trug Wölkchen ihn über die grüne Wiese, vorbei an blühenden Blumen und einem plätschernden Bach. Der Wind kitzelte Firlefanz an den Ohren, und das Pony trabte sanft im Sonnenschein. Es fühlte sich beinahe an wie Fliegen! "Du bist das beste Pony der Welt", flüsterte Firlefanz und tätschelte Wölkchens warmen Hals.
Nach dem Ausritt machten sie eine Pause unter einem großen, schattigen Baum. Firlefanz bürstete Wölkchens weiche Mähne, bis sie glänzte, und gab ihm frisches Heu. Die anderen Ponys kamen neugierig näher und schnupperten. Satt und glücklich lehnte sich Firlefanz an das warme Pony und schaute den Wolken zu.
Langsam wurde die Sonne golden und sank tiefer. Der Himmel über dem Ponyhof leuchtete rosa und orange. "Es war wunderschön mit dir", sagte Firlefanz und umarmte Wölkchen sanft. "Kommst du wieder?", fragte Haferl. "Ganz bestimmt", versprach Firlefanz. Wölkchen wieherte leise zum Abschied, bis Firlefanz und Papalapapp hinter dem Hügel verschwanden.
Der Heimweg fühlte sich kurz und leicht an, denn Firlefanz war glücklich und müde. Zu Hause kuschelte er sich in sein weiches Bett. Vor dem Fenster leuchteten die ersten Sterne. Firlefanz lächelte. Er träumte von weichen Mähnen, grünen Wiesen und seinem Pony Wölkchen. Gute Nacht, Firlefanz.