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Die große Bergwanderung

Die große Bergwanderung

Firlefanz, Papalapapp und Opa Opalapapp wandern in die hohen Berge — mit einer Seilbahn hinauf zum Gipfel, einem gemütlichen Bergrestaurant und einer Wiese voller sanfter Kühe.

Firlefanz wachte auf und reckte sich. Durch das Fenster sah er die Berge am Horizont, hoch und blau und ein bisschen geheimnisvoll. "Heute", dachte Firlefanz und seine Augen leuchteten, "heute möchte ich ganz hoch hinauf — auf einen richtigen Berg!" Er kullerte aus dem Bett und freute sich auf den Tag.

Zum Frühstück aß Firlefanz ein warmes Honigbrötchen und trank Milch mit Honig. Dabei träumte er von den hohen Bergen. Wie sah es da oben wohl aus? Gab es dort Wolken zum Anfassen? Und wie kam man überhaupt so weit hinauf? Firlefanz wusste: Das musste er Papalapapp fragen.

Schnell lief Firlefanz hinüber zu Papalapapp. Der saß vor dem Haus und trank gemütlich seinen Morgenkaffee — und neben ihm saß Opa Opalapapp, der noch zu Besuch war, mit einer dampfenden Tasse Tee. "Papalapapp! Opa! Können wir heute auf einen Berg steigen?", rief Firlefanz und hüpfte vor Freude. Opalapapp lachte sein warmes, brummiges Lachen. "Auf einen Berg? Da komme ich mit!"

"Bis ganz nach oben fahren wir mit der Seilbahn", sagte Papalapapp und zwinkerte. "Aber erst müssen wir zur Talstation wandern. Zieh dich warm an!" Firlefanz zog seinen grünen Hut auf, schlüpfte in die festen Stiefel und die warme Jacke und nahm seinen kleinen Wanderstock. Papalapapp packte einen Korb mit Brötchen und einer Kanne Tee.

Dann begann die große Wanderung. Über sieben sanfte Hügel, über sieben kleine Brücken, an sieben raschelnden Wiesen vorbei wanderten die drei. Opalapapp ging gemächlich voran, auf seinen geschnitzten Stock gestützt, und erzählte von fernen Bergen, so hoch, dass ihre Spitzen den Mond kitzelten. Firlefanz lauschte mit großen Augen.

Endlich standen sie an der Talstation. Eine kleine bunte Gondel wartete schon. Alle drei stiegen ein, die Türen schlossen sich sanft — und langsam schwebte die Seilbahn hinauf. Höher und höher ging es, über die Baumwipfel hinweg. Firlefanz drückte die Nase ans Fenster. "Wir fliegen!", flüsterte er. Opalapapp hielt seine Hand. "Ganz sachte", sagte er. "Wie eine Wolke."

Oben angekommen, traute Firlefanz seinen Augen kaum. Vor ihm lag eine weite grüne Bergwiese, voller bunter Blumen, und ringsum standen die Gipfel im goldenen Licht. Die Luft war frisch und klar. Und von überall klang ein leises, freundliches Bimmeln. "Hörst du das?", fragte Papalapapp lächelnd. "Das sind die Glocken der Kühe."

Auf der Wiese grasten gemütliche Kühe mit warmen braunen Augen. Eine besonders sanfte Kuh kam langsam näher und schnupperte neugierig an Firlefanz. "Hallo", sagte Firlefanz leise und streichelte ihr weiches Fell. Die Kuh muhte ganz freundlich und ließ ihre Glocke leise klingen — bim, bam, bim. Firlefanz musste lachen vor Glück.

Mittags kehrten sie in ein gemütliches Bergrestaurant ein, eine kleine Holzhütte mit einer sonnigen Terrasse. Sie setzten sich nach draußen, mit Blick über die Wiese und die fernen Berge. Es gab warme Käseschnitten und für Firlefanz einen Becher heiße Schokolade mit einer Haube aus Sahne. "Hier oben schmeckt alles doppelt gut", brummte Opalapapp zufrieden.

Nach dem Essen legten sie sich ins weiche Gras und schauten den Wolken zu, die ganz nah über sie hinwegzogen. Die Kühe grasten friedlich, ihre Glocken bimmelten leise, und ein sanfter Bergwind strich über die Wiese. Firlefanz wurde ganz ruhig und warm ums Herz. So schön war es hier oben, ganz nah am Himmel.

Als die Sonne tiefer sank und alles in goldenes Licht tauchte, fuhren sie mit der Seilbahn wieder hinunter ins Tal. Sanft schaukelte die Gondel, und das Bimmeln der Kuhglocken wurde leiser und leiser. Den ganzen Heimweg über gähnte Firlefanz und hielt Opas warme Hand. "Das war der schönste Berg der Welt", murmelte er.

Zu Hause brachte Opalapapp Firlefanz ins Bett. Draußen blinzelten die ersten Sterne über den Bergen. "Schläfst du schon, kleiner Firlefanz?", flüsterte Opa. Firlefanz lächelte mit geschlossenen Augen. In seinen Träumen schwebte er noch einmal in der Seilbahn hinauf, hoch über die Wiese mit den sanften Kühen — bim, bam, bim — und schlief glücklich ein.