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Firlefanz wird Ritter

Firlefanz wird Ritter

In der Burg Silbermond wartet ein großes Abenteuer — Firlefanz wird zum Ritter geschlagen und reitet beim Turnier auf einem echten Einhorn!

Firlefanz wachte auf und reckte sich wohlig. Durch das Fenster schien die Morgensonne golden ins Zimmer. Plötzlich hatte er einen großen Wunsch: Er wollte eine echte Ritterburg besuchen! Mit Türmen, Zugbrücke und glänzenden Rüstungen.

In der Küche aß Firlefanz seinen Hirsebrei mit Birnenmus und trank eine große Tasse warme Milch. Dabei träumte er von flatternden Fahnen und mutigen Rittern auf edlen Pferden. Das musste er unbedingt selbst erleben!

Firlefanz lief zu Papalapapp. Der saß vor seiner Haustür und trank gemütlich seinen Morgenkaffee. "Papalapapp! Ich möchte eine Ritterburg besuchen!" Papalapapp lächelte. "Ah, die Burg Silbermond! Hinter den sieben Meeren und sieben Gebirgen. Darf ich mitkommen?" "Ja, bitte!", rief Firlefanz.

Firlefanz zog den grünen Hut auf, schnürte die festen Wanderstiefel und schlüpfte in die warme Jacke. Den Wanderstock nahm er natürlich auch mit. Papalapapp packte einen Rucksack mit Käsebrot, Nüssen und einer Flasche Himbeerlimonade. "Bereit?", fragte Papalapapp. "Bereit!", rief Firlefanz.

Und so zogen sie los. Über sieben Meere, auf denen Möwen fröhlich kreisten. Über sieben Wüsten, wo der Sand golden glitzerte. Über sieben hohe Berge, sieben rauschende Flüsse und durch sieben dichte Wälder, bis am Horizont die Türme der Burg Silbermond auftauchten.

Die Burg Silbermond war riesig! Silberne Fahnen wehten von den Türmen, eine Zugbrücke führte über den blitzenden Burggraben. Am Tor empfing sie Graf Ritterhold — ein freundlicher Ritter mit silbernem Bart und warmem Lächeln. "Willkommen, Firlefanz! Und willkommen, Papalapapp! Wir haben auf euch gewartet!"

Graf Ritterhold führte Firlefanz in die festlich geschmückte Burghalle. Alle Ritter standen in ihren glänzenden Rüstungen aufgereiht. "Knie nieder, tapferer Firlefanz!", sprach der Graf feierlich. Er berührte Firlefanz sanft auf der Schulter mit seinem Schwert. "Hiermit schlage ich dich zum Ritter! Du bist nun Ritter Firlefanz vom Silbermond!"

Die Ritter überreichten Firlefanz eine lange Lanze mit blauer Fahne und ein rundes Schild mit einem goldenen Stern. Dann führten sie ein weißes Einhorn herein! Es hatte eine silberne Mähne und ein leuchtendes Horn. Es schnupperte sanft an Firlefanz' Nase. "Das ist Silberstern — er gehört nun dir!", sagte Graf Ritterhold strahlend.

Am nächsten Morgen begann das große Ritterturnier. Bunte Zelte schmückten die Wiese, Fanfaren erklangen, und alle fieberten mit. Firlefanz ritt auf Silberstern in die Turnierwiese. Er hielt die Lanze fest, sein Schild blitzte in der Sonne. "Firlefanz! Firlefanz!", rief Papalapapp von der Tribüne.

Firlefanz war mutig und geschickt. Er ritt so klug, dass alle Zuschauer staunten. Einer nach dem anderen gab auf. Am Ende stand Firlefanz als Sieger! Graf Ritterhold setzte ihm einen Lorbeerkranz auf den Kopf. "Du bist der tapferste Ritter des Turniers!", rief er. Alle jubelten laut.

Beim großen Abendmahl feierten alle zusammen. Es gab warme Pasteten, Früchtepunsch und einen Kuchen in Form einer Burg. Als es Zeit zum Aufbrechen war, umarmte Firlefanz Graf Ritterhold herzlich. "Darf Silberstern wirklich mitkommen?" "Natürlich!", lachte der Graf. "Kümmere dich gut um ihn!"

Den langen Heimweg ritt Firlefanz auf Silberstern, während Papalapapp fröhlich nebenher schritt. Über sieben Wälder, sieben Flüsse, sieben Berge, sieben Wüsten und sieben Meere. Zuhause lehnte Firlefanz das Schild ans Bett und die Lanze an die Wand. Silberstern bekam einen Platz im Garten. Dann schloss Firlefanz die Augen und träumte von flatternden Fahnen, mutigen Rittern und seinem strahlenden weißen Einhorn.