Firlefanz möchte in die Ferien! Hoch in den Bergen, zwischen rauschenden Flüssen, wartet das Hotel Sonnenquell — mit warmem Pool, riesigem Spielplatz und Essen frisch aus dem Garten. Gemeinsam mit Papalapapp macht er sich auf den langen Weg.
Firlefanz wachte auf und streckte sich genüsslich. Durch das Fenster kitzelte ihn ein warmer Sonnenstrahl an der Nase. "So ein schöner Tag", gähnte Firlefanz und lächelte. "Heute möchte ich in die Ferien fahren!"
Beim Frühstück knabberte Firlefanz an einer reifen, saftigen Birne und überlegte, wohin die Reise wohl gehen sollte. Er hatte von einem ganz besonderen Hotel hoch in den Bergen gehört. Es hiess Hotel Sonnenquell, und man erzählte sich, dass es ganz von Sonne und Flusswasser lebte — mit einem warmen Pool, einem grossen Spielplatz und Essen frisch aus dem Garten.
Firlefanz lief hinüber zu Papalapapp. Der sass gemütlich vor seinem Häuschen und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp, kennst du das Hotel Sonnenquell?" Papalapapp stellte die Tasse ab und schmunzelte. "Oh ja! Es liegt weit weg, zwischen hohen Bergen und glitzernden Flüssen. Ein langer Weg — aber wunderschön." Er stand auf. "Komm, ich packe meine Sachen. Ferien tun uns beiden gut."
Firlefanz machte sich bereit für die grosse Reise. Er setzte seinen Wanderhut auf, schlüpfte in die festen Stiefel und zog die warme Jacke an. Den Wanderstock nahm er auch mit. In den Rucksack steckte er seinen bunten Schwimmring — für den Pool. "Den brauchen wir bestimmt", sagte er und strahlte über das ganze Gesicht.
Und dann wanderten die beiden los. Über sieben Meere, sieben Wüsten, sieben hohe Berge, sieben Flüsse, sieben Wälder und sieben grüne Täler. Es war ein langer Weg. Doch je weiter sie kamen, desto frischer wurde die Luft und desto schöner rauschten die Bäche neben dem Weg.
Endlich sahen sie es: Das Hotel Sonnenquell schmiegte sich an einen grünen Berghang, umringt von schäumenden Flüssen. Auf dem Dach wuchsen bunte Blumen, ein grosses Wasserrad drehte sich gemächlich, und blanke Sonnenspiegel fingen das Licht ein. "Herzlich willkommen, ihr Lieben!", rief ein freundliches Murmeltier mit einer kleinen Schürze. "Ich bin Murmeli. Tretet ein und macht es euch gemütlich!"
Murmeli führte die beiden stolz durch das Haus. "Bei uns hilft die Sonne, das Wasser zu wärmen", erklärte das Murmeltier. "Das Wasserrad macht unser Licht, und der Garten schenkt uns Beeren, Gemüse und Honig. Nichts wird verschwendet." Firlefanz staunte. Draussen summten die Bienen fleissig, und über dem Dach zwitscherten die Vögel.
Draussen wartete der grösste Spielplatz, den Firlefanz je gesehen hatte: Schaukeln, eine lange Rutsche und ein Baumhaus hoch oben in einer Tanne. Dort traf er Pina, einen kleinen Otter, der auch gerade Ferien machte. "Spielst du mit?", fragte Pina. Und schon sausten die beiden lachend die Rutsche hinunter.
Danach ging es in den Pool. Das Wasser war herrlich warm, denn die Sonne hatte es den ganzen Tag gewärmt. Firlefanz planschte mit seinem bunten Schwimmring, Pina machte lustige Purzelbäume unter Wasser, und Papalapapp schwamm ganz gemütlich seine Runden.
Am Nachmittag probierten sie alles aus: Sie paddelten in einem kleinen Boot über den ruhigen Fluss, kletterten an einer sanften Felswand und spielten Ball auf der grünen Wiese. "Hier gibt es ja gar keine Langeweile!", lachte Firlefanz, und Pina kugelte sich vor Freude im weichen Gras.
Am Abend deckte Murmeli einen langen Tisch mitten im Garten. Es gab dampfende Suppe, frisches Brot, süsse Beeren und warmen Apfelkuchen — alles aus dem eigenen Garten. Kleine Laternen leuchteten warm, und über den Bergen wurde der Himmel langsam rosa und golden.
Satt und glücklich kuschelte sich Firlefanz in ein weiches Bett am offenen Fenster. Draussen rauschte leise der Fluss, wie ein sanftes Schlaflied. "Morgen fahren wir wieder heim", flüsterte Papalapapp und deckte ihn zu. "Aber Pina besuchen wir ganz bald wieder." Firlefanz lächelte und gähnte einmal tief. Und während die Sterne über dem Hotel Sonnenquell zu funkeln begannen, schlief er glücklich ein.