Firlefanz macht sich auf den weiten Weg zu seinem Freund Goldi, dem Affen, der tief in einem geheimnisvollen Labyrinth lebt.
Firlefanz wachte auf und streckte sich gemütlich in seinem kleinen Bett. Die Sonne schien sanft durch das Fenster. "Heute besuche ich Goldi!", rief Firlefanz fröhlich. Goldi war ein lustiger Affe und sein guter Freund. Aber Goldi wohnte weit, weit weg, tief in einem geheimnisvollen Labyrinth.
Firlefanz ging in seine kleine Küche und machte sich ein Frühstück. Ein Honigbrot und eine Tasse warmen Kakao. Während er kaute, dachte er nach: Wie komme ich bloß zum Labyrinth? Das weiß bestimmt Papalapapp!
Firlefanz lief hinüber zu Papalapapps Haus. Sein Vater saß gemütlich am Küchentisch und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp, ich möchte Goldi besuchen! Weißt du, wie ich zum Labyrinth komme?" Papalapapp nahm einen großen Schluck Kaffee und nickte langsam. "Das ist ein weiter Weg, mein Kleiner. Ich komme mit!"
Firlefanz zog sich an für die große Reise: seinen grünen Hut, die dicken Wanderstiefel, die warme Jacke und natürlich seinen Wanderstock. "So!", sagte Firlefanz und klopfte mit dem Stock auf den Boden. "Jetzt kann es losgehen!"
Und so machten sich Firlefanz und Papalapapp auf den Weg. Sie wanderten über sieben Meere, sieben Wüsten und sieben hohe Berge. Sie durchquerten sieben Flüsse, sieben dunkle Wälder und sieben weite Wiesen. Der Wind wehte sanft und die Vögel sangen leise Lieder.
Endlich standen sie vor dem Labyrinth. Es war riesig! Die Wände waren aus dicken, grünen Hecken, so hoch, dass man den Himmel kaum sehen konnte. "Das sieht aber geheimnisvoll aus", flüsterte Firlefanz. Aber er hatte keine Angst, denn Papalapapp war ja bei ihm.
Sie gingen hinein. Links, rechts, wieder links. Überall leuchteten kleine bunte Laternen an den Heckenwänden und zeigten ihnen den Weg. Schmetterlinge flatterten um sie herum und es roch nach Blumen und frischem Gras.
Plötzlich hörten sie ein fröhliches Lachen. "Firlefanz! Firlefanz!" Goldi der Affe schwang sich von einer Hecke herunter und landete direkt vor ihnen. "Goldi!", rief Firlefanz und die beiden umarmten sich. Goldi hatte ein goldenes Fell und die freundlichsten Augen der Welt.
Goldi zeigte ihnen sein Zuhause mitten im Labyrinth. Da war ein kleiner Garten mit einem Baumhaus, ein Teich mit bunten Fischen und überall hingen Lichterketten. "Hier ist es ja wunderschön!", staunte Papalapapp. Sie setzten sich zusammen hin und Goldi brachte Früchte und Saft.
Sie erzählten sich Geschichten, lachten zusammen und spielten Verstecken im Labyrinth. Goldi kannte jeden Weg und jede Abkürzung. Als die Sonne langsam unterging, wurde Firlefanz müde. Es war Zeit, nach Hause zu gehen.
"Bis bald, Goldi!", sagte Firlefanz und winkte. "Bis bald, mein Freund!", rief Goldi und schwang sich zurück in sein Baumhaus. Firlefanz und Papalapapp machten sich auf den Heimweg. Der Mond leuchtete silbern am Himmel und die Sterne funkelten leise. Firlefanz gähnte. Was für ein schöner Tag. Er hatte seinen Freund besucht und das Labyrinth war gar nicht unheimlich, sondern wundervoll. Und so schlief Firlefanz langsam ein, den Kopf an Papalapapps Schulter gelehnt.