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Skifahren in Andermatt

Skifahren in Andermatt

Firlefanz hat von einem verzauberten Schneeberg gehört, auf dem man auf Sternenstaub Ski fahren kann. Zusammen mit Papalapapp macht er sich auf nach Andermatt!

Firlefanz wachte auf und schaute aus dem Fenster. Draussen tanzten winzige Schneeflocken durch die Luft, jede einzelne funkelte wie ein kleiner Stern. "Schnee!", rief Firlefanz und hüpfte aus dem Bett. "Heute ist ein Skitag!"

In der Küche machte sich Firlefanz eine heisse Schokolade und ein Butterbrot mit Honig. Während er ass, dachte er an die Geschichten über Andermatt. Man sagte, dort gäbe es einen Berg, auf dem der Schnee wie Sternenstaub glitzert. Und wer dort Ski fährt, fliegt ein kleines bisschen.

Firlefanz rannte zu Papalapapp hinüber. Der sass am Küchentisch und trank seinen Morgenkaffee. "Papalapapp, kennst du den Sternenstaub-Berg in Andermatt?" Papalapapp stellte seine Tasse ab und schmunzelte. "Natürlich! Man muss weit reisen, über viele Berge und Täler. Aber der Weg lohnt sich." Er stand auf. "Ich komme mit. Ich war schon lange nicht mehr Skifahren."

Firlefanz zog sich extra warm an: den dicken Wollpullover, die gefütterten Stiefel, die kuschelige Mütze mit der Bommel und den langen Schal. Papalapapp packte die Skier ein und steckte zwei Äpfel und eine Tafel Schokolade in den Rucksack. "Berge machen hungrig", sagte er und zwinkerte.

Sie wanderten los. Über sieben Meere, sieben Wüsten, sieben hohe Berge, sieben Flüsse, sieben Wälder und sieben verschneite Hügel. Je weiter sie kamen, desto höher wurden die Berge. Die Luft wurde kühl und frisch, und überall lag glitzernder Schnee.

Endlich erreichten sie Andermatt. Das kleine Dorf lag gemütlich zwischen riesigen Bergen, wie in einer grossen, weissen Schüssel. Überall leuchteten warme Lichter in den Fenstern. "Da oben!", sagte Papalapapp und zeigte auf einen Berg, dessen Gipfel silbern schimmerte. "Das ist der Sternenstaub-Berg."

Eine kleine Gondel brachte sie nach oben. Sie schwebten über verschneite Tannen und gefrorene Bäche. Firlefanz drückte seine Nase an die Scheibe. Oben angekommen, traute Firlefanz seinen Augen kaum. Der Schnee funkelte tatsächlich wie tausend winzige Sterne!

"Hallo, ihr zwei!", rief eine freundliche Stimme. Vor ihnen stand Kristallina, ein Schneehase mit einem Fell so weiss wie frischer Schnee und Augen, die wie Eiskristalle funkelten. "Ich bringe euch das Skifahren auf dem Sternenstaub bei", sagte sie und reichte ihnen glitzernde Skier. "Diese Skier sind besonders: Sie schweben ein kleines bisschen über dem Schnee."

Firlefanz schnallte die Skier an und schob sich vorsichtig den Hang hinunter. Und tatsächlich — es fühlte sich an wie Fliegen! Der Sternenstaub-Schnee trug ihn sanft, und glitzernde Funken sprühten unter seinen Skiern hervor. "Wheee!", rief Firlefanz und machte eine grosse Kurve. Papalapapp fuhr neben ihm her und lachte. "Wie auf Wolken!"

Nach vielen Abfahrten setzten sie sich auf eine Bank am Gipfel. Kristallina brachte ihnen warmen Kakao, der nach Zimt und Vanille duftete. Von hier oben konnten sie die ganze Welt sehen: verschneite Berge, so weit das Auge reichte, und darüber einen Himmel, der langsam orange und rosa wurde.

"Kommt wieder, wann immer es schneit", sagte Kristallina und stupste Firlefanz sanft mit ihrer Nase an. "Der Sternenstaub-Berg wartet immer auf euch." Firlefanz umarmte den kleinen Schneehasen. "Bestimmt!", sagte er. "Das war der schönste Skitag der Welt."

Auf dem Heimweg wurde Firlefanz ganz müde. Der lange Tag in der frischen Bergluft hatte ihn schläfrig gemacht. Papalapapp trug ihn auf dem Rücken. "Danke, Papalapapp", murmelte Firlefanz und gähnte. "Morgen fahren wir wieder Ski, ja?" Papalapapp lächelte. "Bestimmt, kleiner Skifahrer. Bestimmt." Und während der Mond über den Bergen aufging, schlief Firlefanz ein, mit einem Lächeln im Gesicht und ein bisschen Sternenstaub auf der Nase.